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Grafschaft

Zeitgewinn für die Eissporthalle Nordhorn

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Die Nordhorner- Eissporthalle beendet die aktuelle Saison am 31. März. Nach neuen Erkenntnissen muss die Schließung nicht endgültig sein. Foto: Westdörp

Die Gefahr, dass am 31. März, zum Ende dieser Eissportsaison, der Schlüssel zur Eissporthalle endgültig umgedreht wird, scheint erst einmal gebannt. Allerdings ist die Schonfrist abgelaufen.

Nordhorn. Die Zukunft der Eissporthalle ist auch nach zwei Jahren der Ungewissheit noch nicht geklärt, aber Gespräche und Verhandlungen laufen im Hintergrund auf Hochtouren. Das haben Kreisverwaltung und Politik in der Sportausschusssitzung am Mittwochnachmittag deutlich gemacht. Gleich in mehrere Planungsstufen ist Bewegung gekommen, sodass sogar die aktuellen Sitzungsunterlagen von der Realität überholt wurden.

Bestandteil dieser Unterlagen waren zum einen zwei weitgehend konkrete Konzepte für die Zukunft der Eissporthalle, die von Nordhorner Initiativen im Rahmen eines Ideenwettbewerbs der Kreisverwaltung vorgelegt worden sind. Die eine Gruppe wird durch David Korte (Vertreter der Ersten Nordhorner Hostel-Vermietungs- und Beteiligungsgesellschaft), Frank Spickmann (Geschäftsführer Kreissportbund) sowie Volker Friese (Betriebsleiter Move-Inn) vertreten. Die zweite Gruppe stellt die Interessengemeinschaft Eissporthalle Nordhorn dar mit Siegfried Otte (Firma GEO-Energiemanagement) sowie dem Vorstand des Eishockey-Clubs Nordhorn (ECN) und weiteren Akteuren.

Zwei unterschiedliche Konzepte

Die Gruppe um Korte empfiehlt Abriss und Neubau der Halle als „Kaltsporthalle mit Membrandach“ mit 850 bis 1000 Zuschauerplätzen, die ganzjährig genutzt werden könnte. Schwerpunkt bleibt der Eissport im Winter und eine sportliche Nutzung im Sommer.

Das andere Konzept sieht die Sanierung der bestehenden Eissporthalle vor. Sie soll für Eislaufangebote aller Art, aber auch „eisfrei“ für Konzerte, Boxwettkämpfe, Public Viewing und andere Ereignisse genutzt werden können.

Die Verwirklichung beider Konzepte soll jeweils geschätzte 4,1 Millionen Euro kosten.

Foto: Werner Westdörp

Nach der Kommunalwahl, verbunden mit der Konstituierung der Ausschüsse des Kreistags in neuer Besetzung, haben sich die Politiker mit diesen brandneuen Entwürfen noch nicht auseinandergesetzt. Die Debatte über die beiden Vorschläge wurde deshalb noch nicht geführt. „Das ist ein laufender Prozess“, erklärte Erster Kreisrat Uwe Fietzek dem Sportausschuss: „ein Prozess der Zeit braucht.“

Diese Zeit schien nun abzulaufen, denn die Frist, die das Gewerbeaufsichtsamt für die bestehende Kühlanlage eingeräumt hat, läuft Ende März ab. Bereits vor zwei Jahren hatte die Behörde gefordert, die Eislaufhalle zu schließen, da die Ammoniak-Kühlanlage nicht mehr betrieben werden darf. Doch nun zeichnet sich eine Lösung ab, die Verwaltung und Ausschussmitglieder in der Sitzung begrüßt haben: Die GEO (Grafschafter Energie-Optimierung) von Siegfried Otte hat angeboten, leihweise eine Kälteanlage zu installieren, die ohne das gefährliche Kühlmittel Ammoniak auskommt. Im Kühlsystem würde eine Mischung aus Glykol und Wasser für die erforderliche Kälte sorgen. Da das System selbst zudem luftgekühlt ist, könnte auch auf die Kühlwasserentnahme aus dem Nordhorner Freibad verzichtet werden.

Für die Eislaufsaison 2017 / 2018 würde dieses System den Landkreis 85.000 Euro Miete kosten. Darin sind die Umbaukosten enthalten. In der folgenden Saison müsste der Landkreis (oder ein anderer Betreiber) 40.000 Euro Miete zahlen. Sportausschuss und Landkreis sind sich einig: Durch dieses Angebot bliebe die Zeit, auf solider Grundlage über die Zukunft der Eissporthalle zu entscheiden. Die Gespräche laufen mit unveränderter Intensität weiter. Auch die Stadt Nordhorn ist einbezogen worden. Sie hatte sich zuletzt mit 62.000 Euro am Eissportangebot beteiligt.

Mehr zu den Konzepten lesen Sie Freitag in den Grafschafter Nachrichten – auch hier im E-Paper.

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