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Niedergrafschaft

Chlorgas-Unfall bei Wink geht glimpflich aus

Unfall bei Wink geht glimpflich aus
Mit Schutzanzügen ausgerüstet waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Foto: Werner Westdörp
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  • Mit Schutzanzügen ausgerüstet waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Foto: Werner Westdörp
  • Mit Wasser wurde das ausgetretene Chlorgas berieselt, das sich dann in dünne Salzsäure auflöste. Foto: Werner Westdörp
  • Die Feuerwehr war in der Nacht zu Donnerstag mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort. Foto: Werner Westdörp

Die fünf Mitarbeiter der Firma Wink aus Neuenhaus, die bei einem Chlorgas-Austritt Atemwegsreizungen erlitten haben, konnten das Krankenhaus wieder verlassen. Nun wird nach der Ursache für das Gasleck gesucht.

ow/ab Neuenhaus. Bei einem Arbeitsunfall in einer Produktionshalle der Firma Wink in Neuenhaus sind in der Nacht zu Donnerstag fünf Mitarbeiter verletzt worden. Sie erlitten Atemwegsreizungen, nachdem bei Reinigungsarbeiten aus einer Aufbereitungsanlage gefährliches Chlorgas ausgetreten war. Die Mitarbeiter wurden sicherheitshalber zur Euregio-Klinik nach Nordhorn gebracht und konnten das Krankenhaus nach einer Untersuchung wieder verlassen. Das teilte ein Sprecher des Unternehmens auf GN-Anfrage mit. Alle Sicherheitsvorkehrungen hätten planmäßig gegriffen. Warum es zu dem Leck gekommen war, werde derzeit untersucht.

Die Feuerwehrleute waren am späten Mittwochabend gegen 23.20 Uhr zu dem metallverarbeitenden Betrieb im Gewerbegebiet an der Bundesstraße 403 ausgerückt. Sie konnten den Unfallort wegen des ausgetretenen Chlorgases nur in Chemieschutzanzügen betreten. Unter diesem Vollschutz riegelte die Feuerwehr zunächst die Chlorgaszufuhr ab. Durch die Berieselung mit Wasser konnte das entwichene Gas zu dünner Salzsäure umgewandelt werden. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Neuenhaus, Lage und Veldhausen sowie Spezialkräfte der Feuerwehr Schüttorf waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

Die Firma Wink hat sich auf die Herstellung von Stanzwerkzeugen für Etiketten und Verpackungen spezialisiert und beschäftigt am Standort Neuenhaus rund 170 Mitarbeiter. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich um den ersten Zwischenfall.

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