Region

Zoo trennt sich von Ausreißer

Manteläffchen Lubaya soll in Spanien eigene Familie gründen

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Ausreißerkönigin Lubaya kann nicht im Zoo Osnabrück bleiben. Foto: Egmont Seiler

Zwei Wochen lang hielt das entwischte Mantelaffen-Weibchen Lubaya die Stadt Osnabrück in Atem. Weil es sich in seiner Gruppe offenbar nicht mehr wohlfühlt, muss es den Zoo jetzt verlassen. In Spanien soll die Sechsjährige eine Familie gründen.

Osnabrück. Lubaya war Ende September zum wiederholten Mal aus ihrem Gehege im Takamanda-Revier ausgebüxt und blieb bis Anfang Oktober verschwunden. Sie durchstreifte den nahen Wald im Stadtteil Schölerberg und traf immer wieder auf Menschen, die den Affen mit Bananen und Kartoffeln fütterten. Lubaya ließ sich jedoch weder einfangen noch betäuben. Der Zoo ließ das abenteuerlustige Äffchen schließlich gewähren, bis es ihm im Keller eines Hauses doch noch in die Falle ging.

Krank und geschwächt von ihrer Flucht, wurde Lubaya zunächst isoliert. Inzwischen gehe es der Ausreißerin wieder gut. Zusammen mit dem vierjährigen Mantelaffen-Männchen Usuri lebe sie nun in einer Voliere nahe der Pinguinanlage. Gemeinsam warten die beiden auf ihren Abtransport in den 2500 Kilometer entfernten Tierpark Selwo Aventura bei Málaga.

Denn ein Zurück in die Osnabrücker Gruppe gibt es für sie nicht. „Wir haben Lubaya nicht in die Mantelaffengruppe zurückgebracht, weil wir vermuten, dass Spannungen zwischen den Tieren zu Lubayas Ausflug geführt haben könnten“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo. „Deswegen haben wir nach einem neuen schönen Zuhause für sie gesucht.“ Der Transport nach Spanien soll in den nächsten Wochen stattfinden. Dort können Lubaya und Usuri dann eine eigene Familie gründen, sagt der Biologe.

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